Alpin Notruf: 140
Einsatz Muckenkogel „Klöstertreppe“

Einsatz Muckenkogel „Klöstertreppe“

Heutiger Einsatz in der Mittagszeit am Muckenkogel. Das Team der Bergrettung Lilienfeld-Freiland hat einen 82 jährigen Wanderer mit Krampfanfällen mittels Gebirgstrage vom Steig „Klöstertreppe“ nahe dem Muckenkogel Sender geborgen und dem bereits wartenden RTW Lilienfeld übergeben. Im Einsatz eine Bergretterin und 4 Bergretter der Ortsstelle Lilienfeld-Freiland / RTW Lilienfeld / Polizei.

Die Klöstertreppe am Muckenkogel bei Lilienfeld bezeichnet in Wanderkreisen meist eine markante Passage oder Kurztour nahe dem Gipfelbereich des Muckenkogels (1.248 m) in den Gutensteiner Alpen, Niederösterreich.

Der Klösterpunkt: Direkt auf dem Gipfel des Muckenkogels befindet sich eine Visierpyramide, die Sichtachsen zu vier historischen Klöstern der Region anzeigt.

In Bergnot am Muckenkogel

In Bergnot am Muckenkogel

Ein Paar verirrte sich beim Abstieg vom Muckenkogel. Die Bergrettung brachte sie jedoch sicher zur Talstation.

Die Wanderung eines Paares aus der Region Purkersdorf endete am Sonntagabend am Muckenkogel glimpflich. Der 73-jährige und die 69-jährige hatten sich im Bereich zwischen Sutte und Kleinem Wasserfallsteig verirrt.

Kurz nach 17:00 Uhr wurde die Bergrettung Lilienfeld-Freiland alarmiert. Das Paar hatte zuvor eine Wanderung zum Alten Kolm unternommen. Auf dem Rückweg trafen die beiden auf Kühe und wollten aus Vorsicht an diesen nicht vorbeigehen. Daher kehrten sie um und gingen in Richtung Sutte zurück. Vor der Suttenausfahrt, dort wo die Skistraße zur Talstation führt, verließen sie schließlich den markierten Weg und gingen quer durch den Wald. Die Wanderer gerieten in Richtung Kleiner Wasserfallsteig jedoch in unwegsames Gelände. Dort kamen sie im Bereich von Felsabbrüchen nicht mehr weiter und setzten schließlich den Notruf ab.

Die Bergrettung Lilienfeld-Freiland rückte daraufhin aus und konnte sie bald lokalisieren. Erfolgreich im Einsatz waren auch wieder zwei Einsatz E-Bikes, mit denen die Bergretter sofort nach der Alarmierung zum Einsatzort unterwegs waren. Das Ehepaar wurde von der Bergrettung Lilienfeld-Freiland unverletzt geborgen und mit dem Einsatz-Geländewagen zur Talstation transportiert.

Die Wanderer waren laut Bergrettung für „leichte Hüttenwanderungen“ ausgestattet. Für einen längeren Aufenthalt beziehungsweise einen Abstieg nach Einbruch der Dunkelheit führten sie jedoch keine Stirnlampen mit. Die Bergrettung rät zudem, eine Bergekostenversicherung über die Bergrettung oder einen alpinen Verein abzuschließen. Vor allem ein Hubschraubereinsatz kann teuer werden.

Schlaganfall-Verdacht: Wanderer konnte nicht mehr weiter

Schlaganfall-Verdacht: Wanderer konnte nicht mehr weiter

Bergretter der Ortsstelle Lilienfeld-Freiland, ein Kirchberger Kamerad und der Notarzthubschrauber „Christophorus 15“ eilten einem Wilhelmsburger am Muckenkogel zu Hilfe. Ein medizinischer Notfall machte dies nötig.
„Verdacht auf Schlaganfall – Patient nicht mehr gehfähig“: So lautete die Alarmierung Montagmittag über den Alpinnotruf 140. Ein Wilhelmsburger, der mit einem Begleiter auf einer Wanderung am Muckenkogel war, konnte plötzlich nicht mehr weiter.

Ein Bergretter der Ortsstelle Lilienfeld-Freiland fuhr als Ersthelfer mit dem E-Bike zum Wasserfallsteig und stieg gemeinsam mit dem ebenfalls alarmierten Team des Notarzthubschraubers „Christophorus 15“ zum Patienten ab. Der 61-Jährige war ansprechbar.

Die Einsatzkräfte versorgten den Mann. Danach transportierten die Bergretter – mittlerweile waren vier Mitglieder der Ortsstelle Lilienfeld sowie ein weiterer Bergretter der Ortsstelle Kirchberg vor Ort – den Patienten mit der Gebirgstrage über den Wasserfallsteig aufwärts zum Landeplatz beim Alten Kolm. Von dort erfolgte der Weitertransport mit dem Notarzthubschrauber in das Landesklinikum St. Pölten. Ebenfalls vor Ort war die Polizei.

Lilienfeld und Freiland / Historischer Zusammenschluss zwischen zwei Bergrettungen

Lilienfeld und Freiland / Historischer Zusammenschluss zwischen zwei Bergrettungen

Historischer Zusammenschluss zwischen zwei Bergrettungen

Zum ersten Mal schließen sich zwei Ortsstellen in NÖ/Wien zu einer gemeinsamen Einheit zusammen: Fortan bilden die Bergrettung Lilienfeld und Freiland ein Team.

Mit der Gründung der Ortsstelle Lilienfeld & Freiland wurde kürzlich im Gasthof Ebner ein historischer Schritt gesetzt. Erstmals schließen sich zwei Ortsstellen der Bergrettung NÖ/Wien zu einer gemeinsamen Einheit zusammen. Der Grundstein für diese Entwicklung wurde vor vielen Jahren gelegt – nun ist das Projekt Realität geworden.

Die Zusammenlegung wurde von einem engagierten Team vorbereitet, das alle Bergretterinnen und Bergretter der beiden Ortsstellen frühzeitig informierte und deren Anliegen in den Prozess einarbeitete. Ende 2024 gründete man ein Wahlkomitee, bestehend aus zwei Bergrettern und einer Bergretterin, das den Wahlvorschlag für die Neuwahl 2025 ausarbeitete.

Die Kooperation zwischen Lilienfeld und Freiland startete in den letzten Jahren: Bereits 2019/20 absolvierten die beiden Ortsstellen ihren ersten gemeinsamen Winterdienst am Muckenkogel. In den Jahren danach folgten gemeinsame Übungen, Schulungen und schließlich auch eine abgestimmte Alarmierung beim Notruf Niederösterreich. „Anfangs übernahm noch der jeweilige Einsatzleiter des Einsatzgebiets die Verantwortung, doch aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit wurde dieses Vorgehen bald durch eine flexible, grenzüberschreitende Alarmierung ersetzt“, schildert Ortsstellenleiter Thomas Bichelhuber.

Verunfallte Wanderer, Mountainbiker und hängen gebliebene Paragleiter

Bei der ersten gemeinsamen Jahreshauptversammlung 2025 wurden die neuen Funktionäre gewählt. Das Team umfasst nun 47 Mitglieder, darunter 21 aktive Bergretterinnen und Bergretter, drei in Ausbildung, drei administrative Kräfte sowie 20 Ehrenbergretter.

2025 gab es 16 Einsätze, darunter verunfallte Wanderer und Mountainbiker. 2024 waren es 25, darunter in Bäumen hängen gebliebene Paragleiter, 2023 ebenfalls 16 und 2022 rund 25. Dazu kamen 26 Events in 2025, darunter Schulungen, Übungen, die Teilnahme an der Bürgermeisterangelobung, das Maibaumaufstellen, eine Grillerei, das Bergrettungsfest in Freiland sowie diverse Ortsstelleitersitzungen und Landesversammlungen.

Bei der Versammlung dabei waren Kassier Michael Vonwald, Einsatzleiter-Stellvertreter Wolfgang Kotzmann, Ausbildungsleiter Oliver Müller, Kassier- Stellvertreter Bernhard Kaisergruber, Ortsstellenleiter Thomas Bichelhuber, Ortsstellenleiter-Stellvertreter Anton Tanzberger, Einsatzleiter Bernd Ebner und Vizebürgermeister Christian Buxhofer (v. l.).

Mann und Frau stürzten am Muckenkogel ab!

Mann und Frau stürzten am Muckenkogel ab!

Mann und Frau stürzten am Muckenkogel ab!
Ein Wanderer und seine Begleiterin kamen am Jägersteig vom Weg ab und gerieten in unwegsames Steilgelände – das endete fatal.
Eine Tour am Muckenkogel endete für ein Pensionisten-Ehepaar schmerzhaft. Der Mann (79) als auch die Frau (73) zogen sich nach einem Sturz Kopfverletzungen zu.

Abstieg über Jägersteig endet im Schroffengelände
Die beiden waren bei spätsommerlichem Wetter am Freitagnachmittag unterwegs. Dabei stiegen sie über den Jägersteig ab. Im Bereich des Karlsteins-Felskanzlei verließen sie jedoch den markierten Wanderweg, um einen Abschneider zu gehen. Dabei gelangten in steiles, äußerst unwegsames Schroffengelände. Die Frau ging durchs Gebüsch, ihr Gatte folgte ihr, verlor dabei jedoch den Sichtkontakt. Plötzlich rutschte er ab, hielt sich aber reflexartig an einigen Ästen fest. Unter ihm befand sich ein fast senkrechter, felsdurchsetzter Abhang. 20 Meter tiefer sah er seine Frau liegen. Der 79-Jährige rief um Hilfe, da er sich selbst nicht hochziehen konnte. Zufällig hörte dies eine 66-jährige Frau aus dem Bezirk St. Pölten-Land, die in diesem Augenblick den Wanderweg entlang kam. Sie zog den Mann auf den Wanderweg zurück und setzte die Rettungskette in Gang. Der Mann war am Kopf verletzt.

Rettungseinsatz mit Hubschrauber und Bergrettung
Die Bergrettung Lilienfeld-Freiland rückte aus. Die Frau wurde nach der Erstversorgung vom Notarzthubschrauber „Christophorus 15“ ins Unfallkrankenhaus Linz geflogen. Sie hatte sich beim Absturz schwere Kopfverletzungen zugezogen. Den Mann transportierten die Bergretter ins Tal und übergaben ihn zur weiteren Versorgung dem Roten Kreuz Lilienfeld-St. Aegyd. Dieses brachte ihn ins Landesklinikum Lilienfeld.

Wanderin konnte nicht mehr weiter: Verdacht auf Herzinfarkt

Wanderin konnte nicht mehr weiter: Verdacht auf Herzinfarkt

Wanderin konnte nicht mehr weiter: Verdacht auf Herzinfarkt

Mit Verdacht auf einen Herzinfarkt musste eine 75-Jährige aus dem Bezirk Bruck an der Leitha ins Spital geflogen werden. Sie klagte über starke Schmerzen auf der linken Brustseite.

Der Einsatz für die Bergrettung Lilienfeld & Freiland erfolgte am Samstag 06. September 2025 zur Mittagszeit. 144 Notruf NÖ alarmierte diese, nachdem die Wanderin aus dem Bezirk Bruck/Leitha auf der Schotterstraße unterhalb der Traisnerhütte ihre Tour aufgrund der Schmerzen nicht mehr fortsetzen konnte.

Wegen des dringenden Verdachts auf einen Herzinfarkt brachten die Bergretter die 75-Jährige zur Bergstation des Muckenkogel-Sesselliftes. Dort erfolgte die Erstversorgung durch das Rote Kreuz Lilienfeld-St. Aegyd.

Christophorus C15 im Einsatz

Anschließend flog der Notarzthubschrauber „Christophorus C15“ die Patientin ins Krankenhaus. Die Polizei dokumentierte den Vorfall.