Alpin Notruf: 140
Hubschrauberschulung am Muckenkogel

Hubschrauberschulung am Muckenkogel

Die Zusammenarbeit zwischen Flugpolizei und Bergrettung im Ernstfall war Schwerpunkt einer Übung am Muckenkogel und bei der Flugeinsatzstelle Wien.

Stets für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein, gerade jetzt zu Anbeginn der Wandersaison: Das wollen die Bergretter.

Daher fand vor wenigen Tagen am Muckenkogel eine ganztägige Hubschrauberschulung der Bergrettung durch die Flugpolizei statt. Daran nahmen 12 Bergretter und -retterinnen, so auch vom Gebiet Mitte, teil. Die Schulung bestand aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Der Theorieteil erfolgte zuvor bei der Flugeinsatzstelle Wien.

„Theoretisch wurden die Teilnehmer über die Aufgaben der Flugpolizei informiert. Sie bekamen auch eine Sicherheitseinweisung über das Verhalten im und um den Hubschrauber“, schildert Flugretter Bernd Ebner. Praktisch wurde ihnen dann das Ein- und Aussteigen bei abgestütztem und schwebendem Hubschrauber gezeigt. Mit einem Bergeseil flog der Hubschrauber die Bergretter zu verschiedenen Bereichen des Muckenkogels, um möglichst realitätsnah zu üben.

„Diese Schulung diente dazu, dass im Falle eines Einsatzes mit Hubschrauberbeteiligung die Abläufe für die eingesetzten Kräfte sicherer und reibungsloser ablaufen“, erklärt Ebner. Seitens der Flugpolizei erfolgte die Einschulung durch den Piloten Revierinspektor Georg Lickl und die beiden Flugretter Bezirksinspektor Bernd Ebner und Gruppeninspektor Markus Bichler.

Schwerer Unfall – Falscher Wind – Paragleiter fliegt in einen Baum

Schwerer Unfall – Falscher Wind – Paragleiter fliegt in einen Baum

Am Samstag dem 06. April 2024 ereignete sich am Muckenkogel ein Paragleiterunfall. Der deutsche Pilot konnte nur noch in den Bäumen landen.

Ein deutscher Paragleiter landete in einem Baum. Spezialisten der Bergrettung konnten ihn sicher zu Boden bringen

Am Samstag kam es gegen 16:30 zu einem Paragleiterunfall am Muckenkogel im Bereich Paragleit-Landeplatz. Der deutsche Paragleiter geriet zuvor offenbar in einen Luftsack und verlor deshalb rasch an Höhe. Er konnte nur noch in den Bäumen landen.

Von dort aus schaffte er es selbst, die Bergrettung zu alarmieren. Ein Spezialist für die Baumbergung, Bergretter Jürgen Schwarz, stieg folglich mit Baumsteigeisen und Sicherungsseil zum Verunfallten auf.

Anschließend wurde der Pilot von einem siebenköpfigen Team der Bergrettung über eine aufgebaute Seilrutsche zu Boden gebracht. „Mit Paragleiter Unfällen gehen in den meisten Fällen schwerste Verletzungen einher. Daher sind wir froh, dass wir diesen technisch sehr fordernden Einsatz rasch abwickeln konnten und der junge Mann wohl auf ist“, so Thomas Bichelhuber, Leiter der Bergrettung Lilienfeld. Weiter bedankt er sich bei den ehrenamtlichen Bergrettern.

REANIMATION / Lebensrettung am Lilienfelder Muckenkogel

REANIMATION / Lebensrettung am Lilienfelder Muckenkogel

Mountainbiker erlitt Herz-Kreislaufstillstand. Rasch waren Helfer zur Stelle.

So hatte sich ein Freizeitsportler den Ausgang seiner Mountainbiketour am 21. Oktober 2023 nicht vorgestellt. Diese endete mit einem Flug ins Krankenhaus.

Der 51-Jährige aus dem Großraum St. Pölten war mit seinem Bike am Muckenkogel bergauf unterwegs. Oberhalb der Bergstation kippte er plötzlich vom Fahrrad. Das sah zufällig eine Familie aus Krems, darunter eine Ärztin und eine Krankenschwester, die sich gerade am Berg in der Nähe befand. Sofort setzt sie die Rettungskette in Gang und begann selbst mit der Reanimation des Mannes. Bergretter der Ortsstellen Freiland und Lilienfeld und das örtliche Rote Kreuz kümmerten sich bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers „Christophorus 15“ um den Patienten. Eine Notärztin setzte dann die Reanimation fort. Der „Gelbe Engel“ brachte den Mann ins Spital.

Gelungene  Taubergung / Lilienfelder Flight-Operator und Einsatzleiter der Bergrettung Lilienfeld rettet Pärchen auf der Hohen Wand.

Gelungene Taubergung / Lilienfelder Flight-Operator und Einsatzleiter der Bergrettung Lilienfeld rettet Pärchen auf der Hohen Wand.

Lilienfelder Flight-Operator und Einsatzleiter der Bergrettung Lilienfeld rettet Pärchen auf der Hohen Wand.

Der Flugretter der Polizei Lilienfeld nahm die Taubergung mit dem Piloten professionell vor.

Kletterer verstiegen sich in der Dunkelheit. Rasch war jedoch die Flugpolizei samt einem Flight Operator aus Lilienfeld auf der Hohen Wand zur Stelle.

Es hätte eine gemütliche Wanderung werden sollen, doch sie endete misslich in der Dunkelheit, in unwegsamem Gelände – bis die Flugrettung der Polizei kam.

Eine 39-Jährige aus dem Raum Neulengbach und ein 51-Jähriger aus Wien unternahmen eine Tour auf der Hohen Wand. Dabei wählten sie die Kombination der Klettertouren „Betty & Paul“ bzw. „A-Steig“ – bis zum 6 Schwierigkeitsgrad. Die Kletterer waren laut Alpinpolizei „erfahren, gut ausgerüstet und hatten bei der Tourenplanung auch genügend Zeitreserve berücksichtigt.“ Dennoch: Die Seilschaft verstieg sich in eine erheblich schwierigere Kletterroute. Dadurch verzögerte sich die Klettertour erheblich. Ein Abseilen vor der hereinbrechenden Dunkelheit war ihnen mangels Stirnlampen nicht mehr möglich. Daher entschlossen sie sich, den Alpin-Notruf 140 abzusetzen.

In der Finsternis war die Bergung für die Flugpolizei herausfordernd.

Dem Team der Flugpolizei, bestehend aus einem Einsatzpiloten und einem Flugretter der Polizei Lilienfeld, gelang es – mit Unterstützung der Bergrettungsortsstellen Grünbach und Hohe Wand – kurz vor Einbruch der Dunkelheit die beiden Alpinisten mittels Taubergung aus der alpinen Notlage zu bergen und – sicher wie unverletzt – auf dem Zwischenlandeplatz abzusetzen.

Lob kommt vom Lilienfelder Bezirkspolizeikommandanten und Leiter der NÖ Alpinpolizei, Michael Hochgerner: „Durch hochwertige Aus- und Fortbildung und perfektem Zusammenspiel von Einsatzpilot und Flight Operator sind wir in der Lage, alpine Rettungs- und Bergeaktionen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen bestmöglich zu bewältigen.“

BERGRETTUNG GEFORDERT / Drei Freizeitunfälle am Lilienfelder Muckenkogel

BERGRETTUNG GEFORDERT / Drei Freizeitunfälle am Lilienfelder Muckenkogel

62-Jährige Traismaurerin stürzte am 15.10.2023 bei der Abfahrt von der Traisner Hütte. Wienerin brach sich am Jägersteig den Knöchel.

Mountainbiken boomt, bei allen Generationen. Das Risiko ist jedoch stetiger Begleiter. Das musste auch eine 62-jährige Freizeitsportlerin aus Traismauer am Sonntag schmerzlich erfahren.

Sie war mit ihrem Mountainbike auf der Abfahrt von der Traisner Hütte. Auf der Straße zur Bergstation passierte das Missgeschick. Sie stürzte und verletzte sich dabei. Ein Bergretter war rasch zur Stelle und versorgte sie bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers „Christophorus 15“. Dieser flog sie ins Krankenhaus.

Doch dies war nicht der einzige Unfall an diesem Wochenende am Muckenkogel: Am Tag zuvor rutschte eine Wienerin beim Abstieg vom Jägersteig aus und brach sich dabei den Knöchel. Lilienfelder und Freilander Bergretter brachten sie mit der Gebirgstrage zur Glatzwiese, wo sie ins Bergrettungsfahrzeug umgeladen und dann schließlich an einer geeigneten Stelle der Rettung zum Transport ins Spital übergeben wurde.

Am Freitag musste die Bergrettung auch einem Pielachtaler Mountainbiker zu Hilfe eilen. Er war oberhalb vom „Grünen Tor“ gestürzt und verletzte sich dabei.

Sturz bei der Abfahrt vom Muckenkogel

Sturz bei der Abfahrt vom Muckenkogel

Auf der Forststraße beim „Grünen Tor“ stürzte ein 63-Jähriger aus dem Oberen Pielachtal. Bergretter und „Gelber Engel“ waren rasch zur Stelle.
Einsatz für die Bergrettung Lilienfeld und Freiland am Freitag 13.10.2023: Am späten Nachmittag stürzte ein Mountainbiker bei der Abfahrt vom Muckenkogel kurz vor dem Grünen Tor und blieb auf der Forststraße liegen. Der 63-Jährige aus dem Oberen Pielachtal erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Augenzeugen des Unfalls verständigten den Notruf. Sechs Bergretter der Ortsstellen Lilienfeld und Freiland rückten aus, nahmen die Erstversorgung vor und brachten den Mann mit der Gebirgstrage zum Notarzthubschrauber „Christophorus 15“. Diese hatte auf einer Wiese einen geeigneten Landeplatz gefunden. Von hier aus flog der „Gelbe Engel“ den Mann ins Spital.
Cookie Consent mit Real Cookie Banner