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Lilienfeld und Freiland / Historischer Zusammenschluss zwischen zwei Bergrettungen

Lilienfeld und Freiland / Historischer Zusammenschluss zwischen zwei Bergrettungen

Historischer Zusammenschluss zwischen zwei Bergrettungen

Zum ersten Mal schließen sich zwei Ortsstellen in NÖ/Wien zu einer gemeinsamen Einheit zusammen: Fortan bilden die Bergrettung Lilienfeld und Freiland ein Team.

Mit der Gründung der Ortsstelle Lilienfeld & Freiland wurde kürzlich im Gasthof Ebner ein historischer Schritt gesetzt. Erstmals schließen sich zwei Ortsstellen der Bergrettung NÖ/Wien zu einer gemeinsamen Einheit zusammen. Der Grundstein für diese Entwicklung wurde vor vielen Jahren gelegt – nun ist das Projekt Realität geworden.

Die Zusammenlegung wurde von einem engagierten Team vorbereitet, das alle Bergretterinnen und Bergretter der beiden Ortsstellen frühzeitig informierte und deren Anliegen in den Prozess einarbeitete. Ende 2024 gründete man ein Wahlkomitee, bestehend aus zwei Bergrettern und einer Bergretterin, das den Wahlvorschlag für die Neuwahl 2025 ausarbeitete.

Die Kooperation zwischen Lilienfeld und Freiland startete in den letzten Jahren: Bereits 2019/20 absolvierten die beiden Ortsstellen ihren ersten gemeinsamen Winterdienst am Muckenkogel. In den Jahren danach folgten gemeinsame Übungen, Schulungen und schließlich auch eine abgestimmte Alarmierung beim Notruf Niederösterreich. „Anfangs übernahm noch der jeweilige Einsatzleiter des Einsatzgebiets die Verantwortung, doch aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit wurde dieses Vorgehen bald durch eine flexible, grenzüberschreitende Alarmierung ersetzt“, schildert Ortsstellenleiter Thomas Bichelhuber.

Verunfallte Wanderer, Mountainbiker und hängen gebliebene Paragleiter

Bei der ersten gemeinsamen Jahreshauptversammlung 2025 wurden die neuen Funktionäre gewählt. Das Team umfasst nun 47 Mitglieder, darunter 21 aktive Bergretterinnen und Bergretter, drei in Ausbildung, drei administrative Kräfte sowie 20 Ehrenbergretter.

2025 gab es 16 Einsätze, darunter verunfallte Wanderer und Mountainbiker. 2024 waren es 25, darunter in Bäumen hängen gebliebene Paragleiter, 2023 ebenfalls 16 und 2022 rund 25. Dazu kamen 26 Events in 2025, darunter Schulungen, Übungen, die Teilnahme an der Bürgermeisterangelobung, das Maibaumaufstellen, eine Grillerei, das Bergrettungsfest in Freiland sowie diverse Ortsstelleitersitzungen und Landesversammlungen.

Bei der Versammlung dabei waren Kassier Michael Vonwald, Einsatzleiter-Stellvertreter Wolfgang Kotzmann, Ausbildungsleiter Oliver Müller, Kassier- Stellvertreter Bernhard Kaisergruber, Ortsstellenleiter Thomas Bichelhuber, Ortsstellenleiter-Stellvertreter Anton Tanzberger, Einsatzleiter Bernd Ebner und Vizebürgermeister Christian Buxhofer (v. l.).

Mann und Frau stürzten am Muckenkogel ab!

Mann und Frau stürzten am Muckenkogel ab!

Mann und Frau stürzten am Muckenkogel ab!
Ein Wanderer und seine Begleiterin kamen am Jägersteig vom Weg ab und gerieten in unwegsames Steilgelände – das endete fatal.
Eine Tour am Muckenkogel endete für ein Pensionisten-Ehepaar schmerzhaft. Der Mann (79) als auch die Frau (73) zogen sich nach einem Sturz Kopfverletzungen zu.

Abstieg über Jägersteig endet im Schroffengelände
Die beiden waren bei spätsommerlichem Wetter am Freitagnachmittag unterwegs. Dabei stiegen sie über den Jägersteig ab. Im Bereich des Karlsteins-Felskanzlei verließen sie jedoch den markierten Wanderweg, um einen Abschneider zu gehen. Dabei gelangten in steiles, äußerst unwegsames Schroffengelände. Die Frau ging durchs Gebüsch, ihr Gatte folgte ihr, verlor dabei jedoch den Sichtkontakt. Plötzlich rutschte er ab, hielt sich aber reflexartig an einigen Ästen fest. Unter ihm befand sich ein fast senkrechter, felsdurchsetzter Abhang. 20 Meter tiefer sah er seine Frau liegen. Der 79-Jährige rief um Hilfe, da er sich selbst nicht hochziehen konnte. Zufällig hörte dies eine 66-jährige Frau aus dem Bezirk St. Pölten-Land, die in diesem Augenblick den Wanderweg entlang kam. Sie zog den Mann auf den Wanderweg zurück und setzte die Rettungskette in Gang. Der Mann war am Kopf verletzt.

Rettungseinsatz mit Hubschrauber und Bergrettung
Die Bergrettung Lilienfeld-Freiland rückte aus. Die Frau wurde nach der Erstversorgung vom Notarzthubschrauber „Christophorus 15“ ins Unfallkrankenhaus Linz geflogen. Sie hatte sich beim Absturz schwere Kopfverletzungen zugezogen. Den Mann transportierten die Bergretter ins Tal und übergaben ihn zur weiteren Versorgung dem Roten Kreuz Lilienfeld-St. Aegyd. Dieses brachte ihn ins Landesklinikum Lilienfeld.

Wanderin konnte nicht mehr weiter: Verdacht auf Herzinfarkt

Wanderin konnte nicht mehr weiter: Verdacht auf Herzinfarkt

Wanderin konnte nicht mehr weiter: Verdacht auf Herzinfarkt

Mit Verdacht auf einen Herzinfarkt musste eine 75-Jährige aus dem Bezirk Bruck an der Leitha ins Spital geflogen werden. Sie klagte über starke Schmerzen auf der linken Brustseite.

Der Einsatz für die Bergrettung Lilienfeld & Freiland erfolgte am Samstag 06. September 2025 zur Mittagszeit. 144 Notruf NÖ alarmierte diese, nachdem die Wanderin aus dem Bezirk Bruck/Leitha auf der Schotterstraße unterhalb der Traisnerhütte ihre Tour aufgrund der Schmerzen nicht mehr fortsetzen konnte.

Wegen des dringenden Verdachts auf einen Herzinfarkt brachten die Bergretter die 75-Jährige zur Bergstation des Muckenkogel-Sesselliftes. Dort erfolgte die Erstversorgung durch das Rote Kreuz Lilienfeld-St. Aegyd.

Christophorus C15 im Einsatz

Anschließend flog der Notarzthubschrauber „Christophorus C15“ die Patientin ins Krankenhaus. Die Polizei dokumentierte den Vorfall.

01.Mai / Maibaumaufstellen / Feier auf der Lilienfelder Klosteralm bei Kaiserwetter

01.Mai / Maibaumaufstellen / Feier auf der Lilienfelder Klosteralm bei Kaiserwetter

Das Maibaumaufstellen auf der Lilienfelder Klosteralm zog zahlreiche Besucher auf den Berg.

Das Maibaumaufstellen auf der Klosteralm am 1. Mai hat Tradition. Auch am Donnerstag war es wieder so weit.

Der Maibaum wurde von der Bergrettung Lilienfeld-Freiland unter mithilfe von Hüttenwirt Helmut Schroffenauer sowie Vizebürgermeister Christian Buxhofer aufgestellt. Die Veranstaltung fand bei traumhaftem Frühlingswetter statt. Werner TausWolfgang Schönleitner und Gastmusiker Jochen Praschl umrahmten das Ereignis musikalisch.

Zahlreiche Frischlufthungrige nutzten zum Aufstieg auf die Alm den Nostalgiesessellift. Dieser startete ebenfalls am ersten Mai in die Saison. Alles in allem handelte es sich um eine durch und durch gelungene Veranstaltung.

Bild: Großes Interesse fand das Maibaumaufstellen auf der Klosteralm. Dabei waren auch Werner Taus, Wolfgang Schönleitner, Lukas und Thomas Billensteiner, Bernhard Enne, Michael Vonwald, Stadträtin Patricia Rauscher, Gemeinderätin Maria Weissenböck, Klosteralmwirt Helmut Schroffenauer, Vizebürgermeister Christian Buxhofer und der Kommandant der Betriebsfeuerwehr Marktl Johann Weiss (v. l.).

Bergretter bargen vor allem Gleitschirmflieger und Mountainbiker

Bergretter bargen vor allem Gleitschirmflieger und Mountainbiker

Die Lilienfelder und Freilander Ortsstelle arbeiten eng zusammen. 25 Einsätze gab es im Vorjahr.

2024 war ein sehr intensives Jahr für die Bergrettung Lilienfeld und Freiland. Die beiden Ortsstellen arbeiten bereits über einige Jahre intensiv zusammen. „Dabei hat sich ein tolles Bergrettungsteam entwickelt“. 2025 wird daher ein gemeinsamer Vorstand, bestehend aus den bewährten Funktionären der beiden Ortsstellen gewählt“, schildert Lilienfelds Ortsstellenleiter Thomas Bichelhuber. Gemeinsam sind 21 aktive Bergretter und Bergretterinnen im Dienst.
25 Einsätze gab es im Vorjahr. „Dabei handelte es sich hauptsächlich um Gleitschirm- und Mountainbikerunfälle“, informiert Bichelhuber.17 sonstige Veranstaltungen wurden 2024 durchgeführt wie Monatsschulungen, eine Winterübung, Sommerübung, weiters eine Lift -Gleitschirmbergeübung und Schulung der Bergrettung mit dem Hubschrauber des Innenministeriums. Ebenso stand eine Unterabschnittsübung der Feuerwehr in Traisen an und die Bergretter hatten Bereitschaft beim Trial in Steinwandleiten.
Auch die gesellschaftlichen Ereignisse kamen nicht zu kurz: Die Bergretter beteiligten sich am Fest „60 Jahre Feier Bergbahn Lilienfeld“ mit Buchpräsentation, waren beim Jubiläumsfest „50 Jahre Stadtgemeinde Lilienfeld“ dabei, ebenso beim Maibaumaufstellen auf der Klosteralm und der Eröffnung des „Mucki -Trail“ samt Jungbürgerfeier. Traditionell boten sie Action für Kids beim „Lilienfelder Sommerspaß“ und Wartungsarbeiten bei der Diensthütte standen ebenso an.
Die Versammlung fand im Gasthof Ebner in Lilienfeld statt. Als Ehrengäste stellten sich Lilienfelds Vizebürgermeister und Geschäftsführer der Bergbahn Lilienfeld Christian Buxhofer, der Ortsstellenleiter der Bergrettung Freiland Anton Tanzberger und Hüttenwirt Helmut Schroffenauer ein.
Sonntag 03. November 2024 / St. Pöltner verletzte sich am Lilienfelder Muckenkogel

Sonntag 03. November 2024 / St. Pöltner verletzte sich am Lilienfelder Muckenkogel

Mit der Gebirgstrage und dem Rettungsauto musste ein 65-Jähriger seinen Rückweg ins Tal antreten.

Das schöne Spätherbstwetter nutzten am Sonntag viele zum Wandern. So auch ein St. Pöltner. Er unternahm eine Tour am Muckenkogel.

Doch am Nachmittag passierte das Missgeschick. Er verletzte sich oberhalb der Suttenausfahrt am linken Knöchel und konnte die Wanderung nicht mehr fortsetzen. Das Team der Bergrettung Lilienfeld-Freiland trug den 65-Jährigen mit der Gebirgstrage zum Alten Kolm. Von dort aus brachte ihn ein Rettungswagen des Roten Kreuzes Lilienfeld ins Spital. Vor Ort war auch die Exekutive.

Im Einsatz standen sechs Bergretter. Übrigens: Ein weiterer Bergretter der Ortsstelle Lilienfeld-Freiland war für die Bergrettung Kirchberg in der Loicheckgegend am Eisenstein im Einsatz.

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